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Netzsperren im Internet


Über den Unsinn von Netzsperren Gewerbezeitung, Januar 2018


Schiffszuschlag


Die Schiffahrt auf dem Zürichsee ist stark defizitär. Der Kostendeckungsgrad ist sehr tief und beträgt nur 37 %. Zum Vergleich: Der Kostendeckungsgrad des Zürcher Verkehrsverbundes ZVV beträgt 65 %.
Um den Kostendeckungsgrad zu verbessern wurde 2017 der Schiffszuschlag eingeführt mit 5 Franken pro Tag. Ein Jahresabo z.B. für Pendler kostet 150 Franken. Man sah den Zuschlag als gerechtfertigt an, weil die Schifffahrt auf dem Zürichsee deutlich günstiger ist als auf anderen Seen.

Der Protest gegen den Zuschlag war enorm. Die Passagierzahlen brachen 2017 ein. Die Gastronomie war schon länger ein Sorgenkind. Bereits vor dem Zuschlag mussten Angebote gestrichen werden. Die tieferen Passagierzahlen verschärften die Situation, und Personal musste entlassen werden.

Soll man nun den Zuschlag sofort wieder abschaffen? Wie sinnvoll war der Zuschlag? Ich bin der Meinung, man soll dazu den Bericht der Regierung abwarten. Insbesondere ist die Situation der Gastronomie genau zu beleuchten. Denn sie serbelte bereits vorher. Vielleicht muss man eingestehen, dass der Zuschlag und dessen System nicht das Gelbe vom Ei sind, und andere Möglichkeiten zu höheren Einnahmen in der Schiffahrt besser gewesen wären.


Hundekurse


Kurse bringen nur etwas, wenn die Teilnehmer den Sinn einsehen, wenn die Kursleiter gut ausgebildet sind, wenn die Kurse inhaltlich zielführend sind und wenn die Folgen nachweislich zu einer posititven Entwicklung führten.
Alle diese Voraussetzungen waren bei den obligatorischen Hundekursen nicht zweifelsfrei gegeben. Zudem wurden weder Halter noch Hund geprüft, es war nur ein Absitzen der Kurse. Deshalb wurden sie abgeschafft.

Ich erachte die gute Ausbildung von Hunden und Haltern als extrem wichtig für alle an: Für den Hund selber, der von artgerechter Haltung profitiert, für die Hundehalter, die sicher im Umgang in schwierigen Situationen werden und für Nichthundehalter, die Hundebegegnungen gelassen entgegensehen können. Ich empfehle jedem, Hundekurse zu absolvieren. Auch ich ging mit unserem Hund weiterhin in die Hundeschule ais Überzeugung.

Die Lösung sehe ich im freiwilligen Hundehalterbrevet, das zwischenzeitlich von der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft SKG lanciert wurde. Das Konzept, insbesondere die Anforderungen an die Kursleiter und Kursinhalt, sind noch zu vervollständigen. Die Hundehalter sollten von der Gemeinde bei der Anmeldung ihres Hundes oder mit der Rechnung zur jährlichen Hundesteuerabgabe über das Brevet informiert werden. Es gibt nie eine 100 prozentige Garantie bei allen Tieren gegen unschöne Vorfälle. Auch der Mensch ist nicht zu 100 % berechenbar. Bei (Biss-)Vorfällen soll bei einer Sanktion berücksichtigt werden, ob das Hundehalterbrevet erworben wurde. Wenn ja, dann ist das Strafmass geringer als bei einer Nichtausbildung des Hundes. Zur Ausbildung sind auch technische Prüfungen wie Begleithundeprüfung zu rechnen.

PS: Auch ich ärgere mich über Hundehalter, die die Hinterlassenschaften ihrer Hunde nicht auflesen. Dies hat aber nicht mir der Ausbildung zu tun, sondern mit Anstand. Entweder man hat ihn oder nicht - da hilft auch ein Kurs nichts.
Als Ingenieurin stütze ich mich lieber auf Fakten ab als auf Vermutungen.